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Gebaut Bauprojekt

Snapmaker-Statusleiste

Unter dem Druckbett meines Snapmaker U1 sitzt jetzt eine Leuchtleiste, die mir mit Licht zeigt, wie weit der Druck ist. Die Teile dafür kommen von drc85, gesteuert wird sie von HyperLED.

Worum es geht

Ein Druck dauert oft Stunden. Die Leiste zeigt den Fortschritt als Balken, der von links nach rechts wächst. Man sieht ihn schon aus einigen Metern Abstand, und ich finde das richtig praktisch.

Die Idee und die Druckteile stammen von drc85. Gesteuert wird die Leiste von einem HyperLED-Board, auf dem mein Plugin Klipper-Status läuft.

Kurzdaten
DruckerSnapmaker U1
FirmwareExtended Firmware von paxx12
AnzeigeFortschrittsbalken unter dem Druckbett
SteuerungHyperLED auf ESP32-C6 Super Mini
SoftwarePlugin Klipper-Status
Druckteilevon drc85 (MakerWorld)
Befestigung3M VHB 5952, doppelseitig
KabelUSB, 1 m, klemmfrei verlegt
01 — Ergebnis

So sieht es im Betrieb aus

Die Leiste haftet gut unter dem Druckbett. Dafür wird ein doppelseitiges Klebeband benötigt, das hohe Temperaturen aushalten kann. Ich habe hierfür eins gewählt, das mit dem Material 3M VHB 5952 gefertigt wurde.

Beim Ankleben sollte man darauf achten, dass das Kabel sich nirgends verkanten kann, damit das Druckbett sich immer frei bewegen kann. Ich habe mir einfach die Kabelverlegung von der Heizung des Druckbettes angeschaut.

Das Video zeigt im Zeitraffer (10x), wie ein Druck komplett abläuft und was die Leiste dazu jeweils anzeigt. Die Farben des jeweiligen Status sind frei im Plugin wählbar. Siehe dafür die Beschreibung von meinem Plugin.

Ein ganzer Druck im Zeitraffer: 1:23 Minuten statt 13:52 Minuten, also zehnfach beschleunigt.
Was die Leiste anzeigt (Werkseinstellung des Plugins)
Leerlaufgedämpftes Dunkelblau
Aufheizenorangefarbener Balken, der langsam atmet und länger wird, je näher die Heizung ihrem Ziel kommt
Druck läuftgrüner Balken, der mit dem Fortschritt wächst
Pausedie ganze Leiste atmet gelb
Fertigdie ganze Leiste leuchtet türkis, bis der Drucker in den Ruhezustand geht
Fehlerdie ganze Leiste blinkt rot
Keine VerbindungLeiste aus, zum Beispiel wenn der Drucker ausgeschaltet ist
02 — Aufbau

In fünf Schritten gebaut

1. Teile drucken

Ich habe von drc85 die STL-Dateien von makerworld.com heruntergeladen und gedruckt. Ich habe mich bewusst für die unter dem Bett montierte Version entschieden, da alle anderen Plätze bei meinem Drucker schon belegt sind. Gedruckt habe ich sie mit dem Standarddruckprofil des Snapmaker U1 und mit PLA. Ich werde berichten, falls PLA die Temperaturen nicht so gut übersteht.

Drei schwarze 3D-gedruckte Teile auf einer blauen Werkstattmatte: ein Gehäuse mit weißem Streifen und zwei Halteteile.
Das fertig gedruckte Set.

2. LED-Streifen löten

Ich habe den Widerstand direkt an den LED-Streifen gelötet, da ich nur kleine SMD-Widerstände zur Hand hatte. Ich musste dann alles nach hinten biegen, damit die Kabel durch die Öffnung im Gehäuse passen.

Die Kabel sind hier ziemlich dick gewählt, ihr könnt ruhig dünnere dafür verwenden. Der USB-Anschluss vom Snapmaker liefert nur 0,5 A bei 5 V.

Als Gehirn habe ich einen ESP32-C6 Super Mini von Waveshare verwendet. Der passt super in das Gehäuse mit rein, und ich muss mir nicht irgendwo anders dafür einen Platz suchen.

Ein LED-Streifen in einer Haltehilfe, daran drei angelötete Kabel in Rot, Schwarz und Weiß.
Der LED-Streifen mit angelöteten Kabeln.

Verdrahtung ohne Netzteil

Der ESP32 wird über den USB-Anschluss des Snapmaker versorgt, ein externes Netzteil verwende ich nicht. Der LED-Streifen bekommt seinen Strom über die 5V- und GND-Pins des ESP32-C6. Das Datensignal geht vom ESP32 über einen Pegelwandler (74AHCT125), der es von 3,3 V auf 5 V anhebt, und über den 330 Ω Widerstand an den Dateneingang des Streifens. Am Anfang des Streifens sitzt ein Kondensator mit 1000 µF zwischen 5 V und GND.

Schaltplan: USB-Anschluss des Snapmaker versorgt den ESP32-C6. Dessen 5-V- und GND-Pins versorgen den LED-Streifen. Ein Kondensator liegt zwischen 5 V und GND. Der Datenpin geht über einen Pegelwandler und einen Widerstand an den Dateneingang.
Meine Verdrahtung: Versorgung über USB. Den allgemeinen Schaltplan mit Netzteil gibt es im HyperLED-Wiki.

3. Streifen einbauen

Der Platz ist ziemlich eng, gerade wenn man so einen großen Querschnitt gewählt hat wie ich bei den Kabeln. Mit etwas vorsichtigem Drücken geht es aber recht gut.

Die ganze Steuerung ist in der hinteren Kammer untergebracht, und den LED-Streifen habe ich vorsichtig mit einer Pinzette festgedrückt.

Ein schwarzes Halteteil, in dem ein LED-Streifen sitzt, daneben verlaufen rote, schwarze und weiße Kabel.
Der LED-Streifen im Halter.

4. Mit Klebeband befestigen

Die Teile bekommen doppelseitiges 3M-VHB-5952-Klebeband. Da im Druckraum erhöhte Temperaturen herrschen, sollte das Klebeband dafür geeignet sein, solltet ihr ein anderes wählen.

Zwei schwarze Halteteile mit rotem 3M-VHB-Klebeband, daneben ein USB-Kabel.
Die Teile mit Klebeband.

5. Kabel verlegen

Das USB-Kabel (1 m) läuft an der Rückseite entlang. Die grüne Linie im Foto zeigt den Weg. Ich habe das Kabel unten mit einem Kabelbinder an den anderen Kabeln befestigt. Achtet darauf, dass genug Spiel im Kabel ist und dass es sich nirgends verfangen kann. Ich habe es dann unter dem Netzteil entlanggeführt und durch die Öffnung für das Flachbandkabel der Feeder herausgeführt.

Das Kabel ist dann lang genug, um es in den USB-Port zu stecken.

Blick in die Rückseite des Druckers mit Platine und Kabeln. Eine grüne Linie markiert den Weg eines 1 Meter langen USB-Kabels.
Die Kabelverlegung im Drucker.
03 — Druckteile

Woher die Druckteile kommen

Die Druckteile stammen von drc85, nicht von mir. Du findest sie auf MakerWorld: Snapmaker U1 SnapStatus LED Status Bar. Der Quelltext liegt auf GitHub.

Sein Modell ist für WLED gemacht. Bei mir steuert HyperLED die Leiste.

04 — Steuerung

HyperLED und das Plugin

Hinter der Leiste steckt ein HyperLED-Board. Mein Plugin Klipper-Status fragt den Drucker alle fünf Sekunden nach seinem Zustand und macht daraus das Bild auf der Leiste. Mehr dazu auf der Seite des Plugins.

Achtung

Beim Snapmaker U1 läuft das Plugin nur mit der Extended Firmware von paxx12. Sie kommt aus der Community und nicht von Snapmaker. Lies vor dem Einspielen deren Hinweise.

05 — Zutaten

Das brauchst du

  • Einen Snapmaker U1 mit der Extended Firmware von paxx12.
  • Die 3D-gedruckten Teile von drc85. Ich habe die Version zum Montieren unter dem Druckbett gewählt.
  • Einen LED-Streifen vom Typ WS2812B.
  • Ein HyperLED-Board mit Firmware 0.3.000 oder neuer (bei mir ein ESP32-C6 Super Mini von Waveshare) und das Plugin Klipper-Status.
  • Drucker und Board im selben Netzwerk. Das Plugin fragt den Drucker über das Netzwerk ab.
  • Einen Pegelwandler 74AHCT125, einen Widerstand mit 330 Ω für die Datenleitung und einen Kondensator mit 1000 µF.
  • Lötzeug, Kabel, ein USB-Kabel (1 m) und hitzefestes Klebeband wie 3M VHB 5952.
Tipp

Hängt der LED-Streifen an USB ohne kräftige eigene Stromversorgung, können LEDs hinter dem Balkenende kurz aufblitzen. Dagegen helfen der Widerstand in der Datenleitung, der Kondensator und der Pegelwandler.

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Weitere Projekte

DG-001Aktiv

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LED-Steuerung für ESP32-S3-Controller. Angelehnt an das WLED-Projekt, aber mit anderen Features.

  • ESP32-S3
  • WS2812B